Content erstellen mit KI — mein ehrlicher Workflow
Ich habe keine Agentur, kein Team und keine 8-Stunden-Tage. Trotzdem habe ich eine dreisprachige Website und einen Instagram-Account aufgebaut — mit KI-Tools, die mir den Workflow im engen Mama-Alltag erleichtern. Ergebnisse hängen von vielen Faktoren ab; das ist meine persönliche Erfahrung, kein Erfolgsversprechen.
Wenn ich das erzähle, höre ich meistens zwei Reaktionen: "Das geht doch gar nicht" oder "Dann ist ja alles nur kopiert von der KI." Beides stimmt nicht. Und genau deshalb möchte ich heute meinen kompletten Workflow offenlegen — Schritt für Schritt, ohne Geheimnisse.
Ich bin Mama und arbeite seit 2024 mit KI-Tools. Technik hat mich schon immer fasziniert — aber mit zwei kleinen Kindern ist mein Zeitfenster eng: meistens abends oder in der Mittagspause. Genau deshalb sind KI-Tools für mich kein Spielzeug, sondern Arbeitswerkzeuge. Hier zeige ich dir, wie mein Workflow aussieht.
Schritt 1 ca. 15 MinutenIdee und Recherche
Jeder Content beginnt mit einer Idee. Manchmal kommt sie beim Spaziergang, manchmal lese ich etwas in einer Studie, manchmal stellt mir jemand auf Instagram eine Frage. Das Entscheidende ist: Ich halte die Idee sofort fest.
Meistens kommen die Ideen von Claude selbst — das ist die KI, mit der ich am liebsten arbeite. Dieser Blog hier ist das beste Beispiel: Ich habe ein SEO-Audit meiner Website mit Claude gemacht, und der hat mir gesagt, dass ich deutlich mehr Reichweite bekomme, wenn ich einen Blog habe. Dann habe ich gesagt: Okay, dann erstelle mir direkt die Artikel, die du empfiehlst. Claude hat die Artikel geschrieben, und danach habe ich sie gelesen und mein Feedback gegeben — was stimmt, was nicht stimmt, was persönlicher werden muss. So entstehen die Texte.
Wenn ich unterwegs bin oder gerade keine Hände frei habe, diktiere ich meine Gedanken mit Wispr Flow — einem Diktiertool, das auch leise und mit Hintergrundgeräuschen funktioniert. Das ist besonders praktisch, um Claude schnell Feedback zu geben oder eine neue Idee festzuhalten.
Mein Tipp: Diktieren statt Tippen spart enorm viel Zeit. Wispr Flow erkennt auch Umgangssprache zuverlässig — ich muss nichts perfekt formulieren.Schritt 2 ca. 30 Minuten
Text schreiben
Claude schreibt den ersten Entwurf — ich mache ihn persönlich. Das ist der wichtigste Satz, den ich dir mitgeben kann. KI kann Struktur, Formulierungen und Recherche liefern. Aber meine Erfahrungen, meine Stimme, meine Meinung — die kann nur ich einbringen.
Konkret sieht das so aus: Claude liefert einen Entwurf, und dann lese ich ihn durch und gebe Feedback. Was stimmt nicht? Was klingt nicht nach mir? Was fehlt? Meistens diktiere ich mein Feedback per Wispr Flow direkt an Claude — und der überarbeitet den Text. Manchmal gehen wir drei, vier Runden hin und her, bis der Text wirklich meiner ist. Das ist der Prozess, der den Unterschied macht: Nicht einfach KI-Text kopieren, sondern im Dialog den eigenen Text daraus formen.
Was ich dabei besonders schätze: Claude strukturiert meine Gedanken. Wenn ich wild drauflos spreche, kommt am Ende ein Text raus, der klar gegliedert und schön zu lesen ist. Die KI ordnet, was ich im Kopf habe — das spart nicht nur Zeit, sondern macht den Content auch besser.
Was mir wichtig ist: Aussagen auf Plausibilität und rechtliche Anforderungen zu prüfen, besonders bei Gesundheitsthemen. Ich achte nach bestem Wissen auf EU Health Claims und Werbekennzeichnung. Für verbindliche rechtliche Fragen hole ich Rat bei einer Fachperson ein.
Am Ende dieses Schritts habe ich einen fertigen Text, der meine Handschrift trägt, aber in einem Bruchteil der Zeit entstanden ist, die ich ohne KI gebraucht hätte.
Schritt 3 ca. 30 MinutenVisuelles erstellen
Ein guter Text braucht gute Bilder — zumindest für Instagram. Hier kommt Canva ins Spiel. Canva ist mein Werkzeug für alles Visuelle: Instagram-Posts, Karussells, Infografiken, Story-Templates.
Ich arbeite mit einer festen Vorlage, die zu meinem Branding passt. Das spart Zeit, weil ich nicht jedes Mal bei Null anfange. Die Farben, Schriften und Layouts stehen fest — ich tausche nur den Inhalt aus.
Canva hat inzwischen auch KI-Features, die ich regelmässig nutze: den Background Remover für Produktfotos, Magic Write für Caption-Entwürfe und die automatische Grössenanpassung, wenn ich einen Post für verschiedene Plattformen brauche.
Für meine Website-Grafiken reicht Canva ebenfalls. Ich exportiere als WebP für schnelle Ladezeiten und lasse sie von Claude auf die Website laden. Kein Photoshop, kein Illustrator — einfach Canva.
Schritt 4 ca. 30 Minuten (optional)Video erstellen
Video ist optional, aber es wird immer wichtiger. Ich nutze ElevenLabs für Voiceovers — das ist ein Tool, das aus Text natürlich klingende Sprachaufnahmen generiert. Damit kann ich informative Videos erstellen, ohne jedes Mal ein Mikrofon aufzubauen und zehn Takes aufzunehmen.
Ich zeige bewusst nicht mein Gesicht in meinen Videos — und das kommuniziere ich offen. Das hat verschiedene Gründe: Privatsphäre, Zeitersparnis, und die Überzeugung, dass guter Content nicht davon abhängt, ob man eine Kamera auf sich richtet. Stattdessen arbeite ich mit Screenrecordings, animierten Grafiken und gelegentlich mit einem KI-Avatar.
Transparenz ist mir wichtig: Mein Publikum weiss, dass ich KI-Tools für meine Videos nutze. Das steht in meiner Bio, und ich erwähne es regelmässig. Nicht als Entschuldigung, sondern als bewusste Entscheidung.Schritt 5 ca. 15 Minuten
Veröffentlichen und planen
Der letzte Schritt ist gleichzeitig der einfachste. Instagram-Posts plane ich im Voraus — meistens für zwei bis drei Tage. Website-Inhalte lasse ich direkt von Claude auf meiner Website veröffentlichen — ich sage einfach "deploy" und er lädt alles hoch. Da muss ich gar nichts mehr machen, wenn man das einmal eingerichtet hat. Newsletter schicke ich, wenn es etwas zu sagen gibt, nicht nach Kalender.
Was mir hilft: eine einfache Tabelle, in der ich festhalte, welcher Content wann wo erscheint. Kein teures Social-Media-Tool, keine komplexe Planung — nur eine Übersicht, damit ich den Überblick behalte.
Insgesamt bleibt der Workflow im engen Mama-Alltag handhabbar — wie viel Zeit du persönlich brauchst, hängt von deiner Routine, deinem Tool-Stack und deinem Anspruch ab. Konkrete Stundenangaben sind individuell.
Was ich dabei gelernt habe
Nach über einem Jahr mit diesem Workflow gibt es ein paar Dinge, die ich jedem mitgeben möchte, der mit KI Content erstellen will:
- KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz für dein Wissen. Claude schreibt mir keinen Blogartikel, den ich nicht auch selbst schreiben könnte. Aber es wäre deutlich langsamer, und ich hätte weniger Zeit für alles andere. Die Fachkompetenz muss von dir kommen — die KI hilft dir nur, sie effizient zu kommunizieren.
- Überprüfe alles — besonders bei Gesundheitsthemen. Ich weiß, wie schnell falsche Informationen sich verbreiten. Jede Aussage prüfe ich mit meinem eigenen Fachwissen und mit Studien. Bei rechtlichen Themen (EU Health Claims, Werbekennzeichnung, Heilmittelwerbegesetz) orientiere ich mich an den offiziellen Vorgaben und hole im Zweifel fachlichen Rat ein, bevor etwas live geht.
- Transparenz schafft Vertrauen. Ich sage offen, dass ich KI nutze. In meiner Bio, in meinen Artikeln, in meinem Notizbuch. Und weisst du was? Niemand hat je negativ darauf reagiert. Im Gegenteil — die meisten finden es spannend und wollen wissen, wie es funktioniert.
- Ein bisschen Technik-Affinität hilft — aber du brauchst kein Studium dafür. Ich habe Mathematik studiert und vorher schon mit Websites, KI-Chatbots und Webshops gearbeitet. Das hat mir geholfen. Aber ich schreibe meine Notizen so auf, dass es auch ohne diesen Hintergrund funktioniert — als Partnerin gehen wir es zusammen Schritt für Schritt durch.
Fazit
Content erstellen mit KI ist kein Schummeln. Es ist eine bewusste Entscheidung, die eigene Zeit besser zu nutzen. Mein Wissen kommt aus meinem Studium und meiner Erfahrung. Die KI hilft mir, dieses Wissen schneller, strukturierter und in mehreren Sprachen zu teilen. Ein Beispiel: Mein Artikel Fettsäureanalyse: Was dein Blut über deine Omega-3-Versorgung verrät ist genau so entstanden — Claude hat den Entwurf geschrieben, ich habe die Analogien, Studienquellen und mein Fachwissen eingebracht. Welche Tools ich dafür nutze, beschreibe ich in 5 KI-Tools, die mir als Mama jeden Tag Zeit sparen.
Wenn du wissen möchtest, welche Tools ich konkret nutze und wie du deine ersten Prompts schreibst — schau ins Notizbuch. Dort schreibe ich nach und nach meine Erfahrungen auf. Wenn du den kompletten Content-Workflow Schritt für Schritt mit mir aufbauen willst, geht das als meine Zinzino-Partnerin: dann gehen wir es 1:1 zusammen durch.
Notizbuch (im Aufbau)
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Zum NotizbuchDu willst, dass ich dir persönlich beim Setup helfe? Schreib mir per E-Mail — ich freue mich über jede Nachricht.